Fridays for Future Mering hat im Vorfeld der kommenden Marktgemeinderatswahl alle Kandidatinnen und Kandidaten gebeten, einen Klimafragebogen auszufüllen.
Unter der Überschrift „Wen muss ich wählen, wenn ich Klima will?“ geht es um eine grundsätzliche Einordnung:
- Wie stark wird Mering von den Folgen der Klimakrise betroffen sein?
- Welche Rolle spielt Klimaschutz in der Kommunalpolitik?
- Und wo liegen die realen Handlungsmöglichkeiten einer Gemeinde wie Mering?
Wir – Florian Krüger (CSU, Listenplatz 4) und Wolfgang Hastenpflug (CSU, Listenplatz 8) – haben uns dafür getroffen und den Fragebogen Punkt für Punkt gemeinsam besprochen.
Gleich zu Beginn wird deutlich: Klimawandel ist für Mering kein abstraktes Zukunftsthema. Hochwasserereignisse nehmen zu, zuletzt war auch St. Afra stark betroffen. Das zeigt: Es besteht konkrete Betroffenheit – und klarer Handlungsbedarf, vor allem bei der Anpassung an die Folgen.
Im weiteren Gespräch ordnen wir die einzelnen Aussagen des Fragebogens ein:
- warum Mering als Kommune den weltweiten Klimawandel nicht aufhalten kann, sich aber sehr wohl auf seine Folgen vorbereiten muss
- weshalb Tempo 30 aus unserer Sicht vor allem ein Instrument für Sicherheit, Anwohnerschutz und Aufenthaltsqualität ist – nicht für CO₂-Reduktion
- warum wir einen eigenen Nachhaltigkeitsmanager kritisch sehen und stattdessen den gesamten Gemeinderat in der Verantwortung sehen
- und weshalb Themen wie Gewerbeentwicklung, Infrastruktur und soziale Angebote entscheidend dafür sind, ob Mering langfristig handlungsfähig bleibt
Ein zentrales Thema ist auch die kommunale Wärmeplanung. Wir erklären, warum sie wichtig für Orientierung und Planungssicherheit ist – aber nicht automatisch bedeutet, dass in Mering ein Fernwärmenetz entsteht. Wärmeplanung ist zunächst Analyse und Entscheidungsgrundlage, kein unmittelbarer Umbau der Energieversorgung.
Zum Abschluss geht es um konkrete, wirksame Maßnahmen vor Ort: mehr Begrünung, Entsiegelung, Bäume im Ortskern, sogenannte Klimaoasen – und Photovoltaik, insbesondere auf kommunalen Gebäuden. Maßnahmen, die sofort wirken, die Lebensqualität verbessern und langfristig sinnvoll sind.
Das Gespräch ist kein Schlagabtausch und keine Ideologie-Debatte, sondern ein sachlicher Dialog darüber, was Kommunalpolitik real leisten kann – und wo ihre Grenzen liegen.
📺 Das vollständige Gespräch gibt es hier im Video.